Beim Autogipfel am Dienstag den 05.05. sind Umwelt- und Verbraucherverbände nicht eingeladen. (1)
Befürchtet werden Milliarden Subventionen für die Autoindustrie, die gerade noch Dividenden ausgeschüttet haben. Das würde die nötige Verkehrswende verhindern. Mehr Autos (auch E-Autos) bringen mehr Stau, mehr Lärm und mehr Schadstoffe. (2) Es muss Mobilität für alle gewährleistet werden. Trotz einer Auto-Prämie werden sich Menschen, die
durch Corona ihren Job verloren haben, kein neues Auto leisten können. Fahrrad, Bus und Bahn sichern die Mobilität für alle. Deshalb muss das Geld in mehr sichere Fahrradwege und neue Busse und Bahnen investiert werden!
Wir fordern: Corona-Subventionen müssen an den Klimaschutz gekoppelt sein. Denn langfristig bleibt Deutschland nur mit klimafreundlichen Industrien lebenswert und wettbewerbsfähig. Nutzen wir die Chance und bauen uns eine Infrastruktur, in der wir ohne Autos mobil sein können. (3) Retten wir die Beschäftigten, nicht die Aktionär*innen!

(1) Mehr Infos zum Autogipfel und Petition zum Unterzeichnen:
https://www.lobbycontrol.de/2020/04/autogipfel-aktion/
(2) Auch die Energie für E-Autos muss erzeugt werden. Dies geschieht in Deutschland noch zu großen Teilen mit Kohlestrom. Auch E-Autos erzeugen durch Reifenabrieb und Bremsabrieb sehr viel Feinstaub.
(3) Für einige Anwendungen werden motorisierte Fahrzeuge weiterhin nötig sein. Denken wir alleine an die Müllabfuhr, Krankenwagen oder an ländliche Gebiete, in denen sich kein regelmäßiger Bus lohnt. Trotzdem
könnten große Teile der Autobesitzer auf ihren privaten PKW verzichten, wenn es genügend gute Alternativangebote wie Fahrradwege, Bus, Bahn und Carsharing gäbe.